27 Februar 2015

Spiel- und Fernsehfilmproduktion: Gute Unterhaltung zum Sparpreis

Filmemacher Bernd Fiedler zeigt Autorenfilm von der „Drehbank“


Fühlt sich dem guten Unterhaltungsfilm verbunden und hat ein effizientes Produktionskonzept für Spielfilme entwickelt: Der Kameramann, Autor und Regisseur Bernd Fiedler. Foto © 2015 Kay-Christian Heine

Schönberg/Kiel (kch) Seit der am Schönberger Strand lebende und arbeitende Bernd Fiedler Ende der 1960er-Jahre die Deutsche Filmakademie in Berlin besuchte, ist er Filmemacher aus Leidenschaft. Und fühlt sich seither dem guten Unterhaltungsfilm verbunden. Als einer seiner noch jungen Autorenfilme zeigt er im Kieler „Traumkino“ den Streifen „Weiß vor Weiß“. Mit leichter Handkamera und langen Einstellungen gedreht, trägt er nicht nur in bildgestalterischer Hinsicht die filmische Handschrift Bernd Fiedlers.

Die Produktion des Spielfilms „Rote Sonne“ mit dem damals jungen und skandalumwitterten Fotomodell Uschi Obermaier war 1969 Bernd Fiedlers erste große Kameraarbeit. Seitdem hat sich die Film- und Fernsehbranche sehr verändert. Budgets werden kleiner und Zeitpläne enger. Bernd Fiedler hat vor einigen Jahren mit einem alternativen Produktionskonzept auf die Zeitenwende reagiert: Mit seiner „Drehbank Produktion“ will er abendfüllende Spiel- und Fernsehfilme für nicht einmal ein Drittel des herkömmlichen Budgets produzieren.

05 Februar 2015

Rock 'n' Roll und pralles Leben

Eddy Monrow spielte „Flowerpunk“ im „Lutterbeker“

Musik als Lebensgefühl: Eddy Monrows Symbol ist das flammende Herz. Foto © 2015 Kay-Christian Heine

Lutterbek (kch) Wenn ein Medienprofi sich als Rockmusiker eine Band leistet, lässt das ausgefeilten Sound und wirksame Choreographien erwarten. Der Lehmkuhlener Wulf Hansen - im bürgerlichen Leben leitet er eine Marketing-Agentur - hat sogar eine musikalische Marke aus sich gemacht. Als Rockpoet Eddy Monrow zeigte er mit seiner Band kurz vor Weihnachten im „Lutterbeker“, dass „EM“ weit mehr verkörpert als nur Vermarktungsstrategie – nämlich Musik mit Leidenschaft, Herzblut, Kraft und viel menschlicher Wärme.

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31 Dezember 2014

Nachbarn, vernetzt euch!

Internet: Probsteier Nachbarschaftsnetzwerk „Lokalportal“ ist online

 

Vernetzen Nachbarn: Sebastian Penthin (links) und Justin J. Hallauer nach dem Start ihres
Sozialen Netzwerks lokalportal.de. Foto (c) 2014 Kay-Christian Heine

Probstei/Wisch/Kiel (kch) Das Internet – unendliche Weiten. Bei seiner Erforschung dringt der Nutzer mitunter in Welten vor, die er nie zuvor gesehen hat und in denen er schlimmstenfalls Geld, Daten und Identität verliert. Der Wischer Sebastian Penthin und Kompagnon Justin J. Hallauer haben nun mit dem regionalen Online-Netzwerk „Lokalportal“ einen heimeligen Ort im Netz geschaffen, in dem sich zunächst die Probsteier untereinander vernetzen sollen. Seit ein paar Tagen ist die für ländliche Internetgemeinden maßgeschneiderte Plattform online.

Sebastian Penthin sieht müde aus, als er am späten Vormittag aus dem Dezemberregen heraus „Annas Café“ in Schönbergs Großer Mühlenstraße betritt. Er schaut auf die Armbanduhr und murmelt etwas von „Sorry“ in den dunklen Vollbart. Dabei hat er die für das Pressegespräch vereinbarte Zeit um noch nicht einmal fünf Minuten verfehlt. „Ich habe die ganze Nacht nicht eine Minute geschlafen“, sagt er entschuldigend aus blassem Gesicht und setzt sich. Er bestellt ein Wasser. Kaffee macht ihn jetzt bloß zittrig, fürchtet er.

17 November 2014

Voll gut mit Hirn und Schnauze

Vorpremiere: Thomas Nicolai testete neues Programm URST im „Lutterbeker“


Lutterbek (kch) Mit seinem neuen Programm URST beweist der Berliner Parodist Thomas Nicolai einmal mehr die Verlässlichkeit seiner Spürnase für breitenkompatiblen Humor, unterhaltsames Talent bei der Nachahmung bekannter Zeitgenossen und ein Herz für Sachsen. Kürzlich testete er URST im „Lutterbeker“ und machte damit das Vorpremierenpublikum vor lauter Vergnügen atemlos. Nebenbei zeigte er, dass alte Bekannte keineswegs immer älter und langweiliger werden müssen.

Stehen nach neuneinhalb Jahren endlich vor dem ersten Kuss: Der Schkeuditzer Sachse Patrick Schleifer (Thomas Nicolai, rechts) und seine Carmen aus der Betriebsküche (Robert Neumann) sind alte Bekannte in Nicolai-Programmen.
Foto Kay-Christian Heine


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23 Oktober 2014

Was wäre die Welt ohne Swing … ?

Trio „Sweet Sugar Swing“ bringt Ballroom-Glanz in den „Lutterbeker“


Sweet Sugar Swing / © all rights reserved: Kay-Christian Heine
Kess, kesser, noch frecher: „Sweet Sugar Swing“ sind (von links):
Mary Kehl, Christina Silvia „Tina“ Meyer und Annie Heger. Foto © Kay-Christian Heine

Lutterbek (kch) Adrette Frisuren, roter Lippenstift, entzückende Pettycoats, Strümpfe mit Naht über hohen Absätzen, auf den Boulevards Hüte tragende Männer in gepflegten Anzügen, blubbernde Achtzylinder unter sinnlich geformtem Blech, strahlend lächelnde Stewardessen, die am Arm sonnenbebrillter Piloten an Bord viermotoriger Lockheed „Super Constellations“ stöckeln, Kaugummi, Coca-Cola, filterlose Zigaretten – solche und ähnliche Bilder aus den USA der 1940er bis 1960er-Jahre bauten die drei Mädels von „Sweet Sugar Swing“ noch und noch für ihr Publikum im „Lutterbeker“.

09 September 2014

Wie das Alphorn nach Afrika kommt

Musikalische Grenzüberschreitungen: Duo „Hammerling“ und Youness Paco im „Lutterbeker“



Lutterbek - Der Bayer Erwin Rehling und Fritz Moßhammer aus Österreich sind das Improvisationsduo „Hammerling“. Für ihr grenzüberschreitendes musikalisches Projekt „hammerling GOES MAROC“ haben sie den marokkanischen Musiker Youness Paco zu sich auf die Bühne geholt. Gemeinsam feierten sie schon fulminante Auftritte, unter anderem beim Jazzfestival Saalfelden. Nun entführten sie das „Lutterbeker“-Publikum in ihr Klanglabor.

02 September 2014

Schulterschluss für Kultur von unten

Birgit Münster und Bert R. W. Küpper im „Lutterbeker“


Künstlerische Versatzstücke zum Thema Fußball: Objekte von Birgit Münster. Alle Fotos © 2014  Kay-Christian Heine

Lutterbek - Mit „Patchwork – Let's work together“ zeigen die Kieler Künstler Birgit Münster und Bert R. W. Küpper noch bis zum 26. Oktober in der „Galerie im Lutterbeker“ eine Ausstellung, die nicht nur das Werk zum Gegenstand hat. Sie ist auch eine Hommage an jahrelange Wegbegleiter beider Kreativer.

26 August 2014

30 April 2014

Lehrerdämmerung am Elternabend

„junges theater spectaculum“ mit neuem Theaterstück in Schönberg

 

Inszeniert mit "Frau Müller muss weg" eine satirische Komödie um Lehrer, Schüler und deren Eltern: Der Schönberger Theaterautor und Regisseur Gunter Hagelberg (vorn, mit Lothar Köhrsen [rechts], Nina Berger und Thomas Schröder).
Foto Kay-Christian Heine
Schönberg/Kiel - Seit beinahe einem Vierteljahrhundert gibt es das als Verein organisierte „junge theater spectaculum“ nun schon in Kiel. Unter der Leitung des Schönberger Theaterautors und Regisseurs Gunter Hagelberg haben Ensembles aus Amateurdarstellern oder Schülern bisher 18 Inszenierungen auf große und kleine Bühnen gebracht. Hagelbergs neueste Inszenierung heißt „Frau Müller muss weg“, ist eine „spectaculum“-Produktion nach einem Stoff von Lutz Hübner (Grips Theater Berlin) und thematisiert als satirische Komödie das mitunter verquere Spannungsverhältnis zwischen Lehrern und den Eltern ihrer Schüler. Am 17. Mai ist das „junge theater spectaculum“ damit zu Gast in Schönberg.